Einstellungen

von Kinderpornografieverfahren

gem. 170 Abs. 2 oder 153 StPO

Gesetzliche Grundlage der Einstellung des Ermittlungsverfahrens: § 170 Abs. 2 StPO
Dezernat / Sachbearbeiter der StA: 200 Js / Oberstaatsanwalt Sattler
Ermittlungsgericht / Dezernat /Ermittlungsrichter: Darmstadt / 25 Gs / Dr. Kasparek
Verteidiger: Barduhn
Polizeibehörde /-dezernat: Polizeipräsidium Südhessen – BAO Fokus, Wilhelmstraße 52, 64625 Bensheim
Zeitpunkt und Herantretensweise an den Beschuldigten: Juni 2021 / Durchsuchung der Wohnräume
Grundlage des Anfangsverdachts: Mitteilung der Staatsanwaltschaft Ingolstadt über ein Auswertergebnis eines dort geführten Verfahrens, das den Versand einer Email mit kinderpornografischem Inhalt des dortigen an den hiesigen Beschulidgten beinhaltet
Strafvorschriften: § 184b Abs. 3 StGB
Tatverdacht nach Auswertung der sichergestellten bzw. beschlagnahmten Speichermedien: Laut dem polizeilichen Auswertbericht wurden vier kinder-, eine jugendpornografische und 117 als „Präferenz“ bewertete Bilddatei(en)  aufgefunden
Tätigkeit des Verteidigers: Der Beschuldigte stand während des Ermittlungsverfahrens unter laufender Bewährung wegen des nämlichen Delikts. Anfertigung einer 51-seitigen Verteidigungsschrift, die sich im ersten Teil (S. 3) mit der IT-technisch-forensischen Bewertung der Auffindeorte der Dateien auseinandersetzt, im zweiten Teil die nicht bei allen Dateien vorliegenden rechtlichen Voraussetzungen der Strafbarkeit darlegt, im dritten Teil (S. 44) anthroplogische Bewertungen zugunsten des Beschuldigten vornimmt, im vierten Teil (S. 50) darlegt, dass ein Verbreitungsnachweis gegen den Beschuldigten nicht zu führen ist.
Reaktion der Staatsanwaltschaft auf die Verteidigertätigkeit: Einstellung des Ermittlungsverfahrens nach § 170 Abs. 2 StPO am 30. November 2023
Dauer des Verfahrens: 2 Jahr und 6 Monate